Heimatverein Beesten e.V.

 

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Fastabend

 

Wie in den Nachbarschaften sich einzelne Familien gegenseitig helfen, so bewältigen die größeren Gemeinschaften der Fastabende besonders Aufgaben, welche der Allgemeinheit dienen und welche eine kleine Zahl von Leuten nicht lösen können.

In Beesten haben wir 16 Fastabende:

Beesten-City, Dorf II, Schardingen, Hoovesaat, Hohne, Stroothook, Stadtmoor, Heetberg, Wilsten I, Wilsten II, Talge I, Talge II, Flickkampshook, Bahnhof, Fürstenstraße, Poggerie.

Der Leiter des Fastabends ist der Fastoabendvaar. Er wurde in der Vergangenheit auf unbestimmte Zeit gewählt und genoss unbedingte Autorität. Wer sich seinen Anordnungen nicht fügte, wurde des Fastabends verwiesen. Legte er sein Amt nieder, so fand am Tage des Fastabendbeers die Neuwahl statt. Dieses wichtige Fest wurde meistens in den Tagen vor der Fastenzeit gefeiert.

 

Die Aufgaben in der politischen Gemeinde lagen beispielsweise in der Instandsetzung von Wegen.

 

Die Aufgaben des Fastabends in der kirchlichen Gemeinde lagen und liegen heute noch beispielsweise in dem Schmücken von Wegen, Altären und Klausen an Fronleichnam.

 

Die Fastabende sprangen aber auch bei Unglücksfällen ein. Wenn die Feuerwehr ihre Pflicht getan hatte, hatten die Leute des Fastabends abwechselnd bei der noch glühenden Asche noch Wache zu halten, damit Aufflackern und Übertragen des Feuers verhütet werden.

Beim Tode eines Fastabendmitgliedes waren die Verpflichtungen verschiedenster Art. Zunächst galt es, das Doadenverboen zu besorgen. Der Fastabendvaar bestellte aus jeder Familie möglichst noch am gleichen Tage eine Person in das Sterbehaus. Die Angehörigen hatte die Namen der Verwandten, die benachrichtigt werden sollten, auf Zettel geschrieben. Die Zettel wurden in einen Hut gelegt und verlost.

Zwei Mann übernahmen das Doadenverlüen am nächsten Morgen nach der Messe.

Am letzten Geleit hatten wenigstens eine Person aus jedem Hause teilzunehmen.